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	<title>Kommentare für Philotopia</title>
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	<description>Das virtuelle Gastmahl</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Sep 2010 22:00:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Vom Gott-werden von Chamcham</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=197&#038;cpage=1#comment-9417</link>
		<dc:creator>Chamcham</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 22:00:49 +0000</pubDate>
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		<description>Oh, ein Mensch schreibt, wie schön! :) Nun, ich referiere, was der &quot;Meister&quot; sagt: Meister Eckart. Aller Entfremdung zum Trotz rückt er Mensch und Gott in eine Nähe, die beinahe gefährlich anmutet: was heisst anmutet. Es WAR definitiv gefährlich, für die Zuhörer seiner Predigten wie für ihn, diese Nähe. Darf sich der Mensch dem Göttlichen nähern? Und wenn ja. Wie nah darf er kommen? Das Bild des wahren Menschen geht ins Bild des wahren Gottes über. Und verschwimmt. Noch in diesem Augenblick. Dieses Bild kann nicht angeschaut werden. Es blendet. Und darin verschwinden die Grenzen. 

Frage bleibt, ob er damit nicht mit einer Tradition bricht, die aus den jüdischen Wurzeln der christlichen Religion stammt: dem Bilderverbot. Du sollst dir kein Bild machen! Ich denke, sicherlich ist dieses Bilderverbot teil des Sprachspiels, in das Meister Eckart uns mit hineinnimmt. Seine Bilder sind jedoch teil einer Dynamik, einer Dynamik der Annäherung. Vorrausetzung einer gegglückten Annäherung ist das tiefe Vertrauen des Menschen in seine eigene Göttlichkeit und die Verbindung zwischen den Welten Gott-Mensch. Und: wer weiss, hat Meister Eckart möglicherweise die östliche Spiritualität gekannt, die ich mit den Schriften der Patanjali skizziert habe?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, ein Mensch schreibt, wie schön! <img src='http://www.philotopia.ch/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Nun, ich referiere, was der &#8220;Meister&#8221; sagt: Meister Eckart. Aller Entfremdung zum Trotz rückt er Mensch und Gott in eine Nähe, die beinahe gefährlich anmutet: was heisst anmutet. Es WAR definitiv gefährlich, für die Zuhörer seiner Predigten wie für ihn, diese Nähe. Darf sich der Mensch dem Göttlichen nähern? Und wenn ja. Wie nah darf er kommen? Das Bild des wahren Menschen geht ins Bild des wahren Gottes über. Und verschwimmt. Noch in diesem Augenblick. Dieses Bild kann nicht angeschaut werden. Es blendet. Und darin verschwinden die Grenzen. </p>
<p>Frage bleibt, ob er damit nicht mit einer Tradition bricht, die aus den jüdischen Wurzeln der christlichen Religion stammt: dem Bilderverbot. Du sollst dir kein Bild machen! Ich denke, sicherlich ist dieses Bilderverbot teil des Sprachspiels, in das Meister Eckart uns mit hineinnimmt. Seine Bilder sind jedoch teil einer Dynamik, einer Dynamik der Annäherung. Vorrausetzung einer gegglückten Annäherung ist das tiefe Vertrauen des Menschen in seine eigene Göttlichkeit und die Verbindung zwischen den Welten Gott-Mensch. Und: wer weiss, hat Meister Eckart möglicherweise die östliche Spiritualität gekannt, die ich mit den Schriften der Patanjali skizziert habe?</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Vom Gott-werden von Jürgen</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=197&#038;cpage=1#comment-9409</link>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 21:39:04 +0000</pubDate>
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		<description>Auf der Reise durch Philotopia mag ich an dieser Stelle kurz verweilen...
Wird der Mensch &quot;Gott&quot; im Betrachten eines Bildes? Können wir Gott und Mensch gegenüberstellen? Unser dualistisches Weltbild hat uns von Gott, vom Urgrund getrennt. Gott und Mensch sind eins, Jesus spricht vom Weinstock und Rebzweigen. Gott kann uns nicht gegenüberstehen, er ist die Quelle die uns hervorbringt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Reise durch Philotopia mag ich an dieser Stelle kurz verweilen&#8230;<br />
Wird der Mensch &#8220;Gott&#8221; im Betrachten eines Bildes? Können wir Gott und Mensch gegenüberstellen? Unser dualistisches Weltbild hat uns von Gott, vom Urgrund getrennt. Gott und Mensch sind eins, Jesus spricht vom Weinstock und Rebzweigen. Gott kann uns nicht gegenüberstehen, er ist die Quelle die uns hervorbringt.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Zur-Ruhe-Kommen von Chamcham</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=212&#038;cpage=1#comment-8944</link>
		<dc:creator>Chamcham</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:41:43 +0000</pubDate>
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		<description>lieber T.M., Sehen ohne Identifizierung muss nicht gleich objektives Sehen sein. Ich würde mal sagen, so wie alle Religionen eine letzte Wirklichkeit (=Gott) als Grund und Sinngebung des Lebens setzen, so auch hier. Das Letzte wird nicht hinterfragt, so kann der Anhänger der religiösen Gruppe getrost seinen Blick darauf richten und sich allmählich &#039;entblättern&#039;, Muster loslassen, Identikifationen sein-lassen. 
Bemerkenswert finde ich, dass in orthodoxen Religionen diese Setzung des letzten Grundes sehr rigide, fast statisch geschieht. In spirituellen Richtungen, in denen auch Körperarbeit seinen Platz hat, bleibt dieses Letzte ein Geheimnis, das sehr nah dran ist am Individuellen (vgl. oben &#039;purusa&#039;, die Schau des ursprünglichen Menschen). 
Ich würde mal sagen, damit ist ein zweiter, neuer und freierer Blick auf die eigene Existenz gemeint. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber T.M., Sehen ohne Identifizierung muss nicht gleich objektives Sehen sein. Ich würde mal sagen, so wie alle Religionen eine letzte Wirklichkeit (=Gott) als Grund und Sinngebung des Lebens setzen, so auch hier. Das Letzte wird nicht hinterfragt, so kann der Anhänger der religiösen Gruppe getrost seinen Blick darauf richten und sich allmählich &#8216;entblättern&#8217;, Muster loslassen, Identikifationen sein-lassen.<br />
Bemerkenswert finde ich, dass in orthodoxen Religionen diese Setzung des letzten Grundes sehr rigide, fast statisch geschieht. In spirituellen Richtungen, in denen auch Körperarbeit seinen Platz hat, bleibt dieses Letzte ein Geheimnis, das sehr nah dran ist am Individuellen (vgl. oben &#8216;purusa&#8217;, die Schau des ursprünglichen Menschen).<br />
Ich würde mal sagen, damit ist ein zweiter, neuer und freierer Blick auf die eigene Existenz gemeint.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Zur-Ruhe-Kommen von T.M.</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=212&#038;cpage=1#comment-8940</link>
		<dc:creator>T.M.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 17:23:04 +0000</pubDate>
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		<description>Aber sehen ohne Identifizierung hieße objektives Sehen, sehen ohne Subjekt, oder zumindest gänzlich frei von subjektiven Einflüssen. Ha, viel Spaß mit zwei Menschenaugen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber sehen ohne Identifizierung hieße objektives Sehen, sehen ohne Subjekt, oder zumindest gänzlich frei von subjektiven Einflüssen. Ha, viel Spaß mit zwei Menschenaugen &#8230;</p>
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		<title>Kommentar zu Sein oder Nicht-Sein im Mittelalter von Chamcham</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=36&#038;cpage=1#comment-8832</link>
		<dc:creator>Chamcham</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 15:22:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.philotopia.ch/wp/?p=36#comment-8832</guid>
		<description>Hallo Shereen, 
tja, interessanter Gedanke. Aber sagen wir mal so. An einer Sache zu zweifeln ist wohl noch mal etwas anderes, als die Existenz Gottes anzuzweifeln. Zumindest im Mittelalter war es das. Mir war wichtig, eigenständige Denkansätze des Mittelalter wie z.B. diesen ungewöhnlichen Gottes- und Daseinsbeweis Augustins herauszuheben, weil er uns etwas darüber sagt, wie diese frühe europäische Denkkultur auch jene Bereiche auslotet, die in der Blüte der Antike eher unwesentlich waren: das Leid, der Zweifel, Unschönes oder auch Innerliches. Ein Grieche der Antike hätte gesagt: Gutes hat Gutes zur Folge; das hier ist schön, das dort ist unschön. Die Götter waren (ideale) Abbilder des Menschen. 
Augustin und viele Denker in seinem Umfeld wagen es hingegen, die unpopulären Denkräume, die Schattenseiten des menschlichen Daseins auszuloten. Auch das Leiden, der Zweifel hat eine Berechtigung. Der Blick ins Innere des Menschen, ins Persönliche, wird gewagt. Und genau DAS halte ich für eine Leistung! 
LG Chamcham</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Shereen,<br />
tja, interessanter Gedanke. Aber sagen wir mal so. An einer Sache zu zweifeln ist wohl noch mal etwas anderes, als die Existenz Gottes anzuzweifeln. Zumindest im Mittelalter war es das. Mir war wichtig, eigenständige Denkansätze des Mittelalter wie z.B. diesen ungewöhnlichen Gottes- und Daseinsbeweis Augustins herauszuheben, weil er uns etwas darüber sagt, wie diese frühe europäische Denkkultur auch jene Bereiche auslotet, die in der Blüte der Antike eher unwesentlich waren: das Leid, der Zweifel, Unschönes oder auch Innerliches. Ein Grieche der Antike hätte gesagt: Gutes hat Gutes zur Folge; das hier ist schön, das dort ist unschön. Die Götter waren (ideale) Abbilder des Menschen.<br />
Augustin und viele Denker in seinem Umfeld wagen es hingegen, die unpopulären Denkräume, die Schattenseiten des menschlichen Daseins auszuloten. Auch das Leiden, der Zweifel hat eine Berechtigung. Der Blick ins Innere des Menschen, ins Persönliche, wird gewagt. Und genau DAS halte ich für eine Leistung!<br />
LG Chamcham</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Sein oder Nicht-Sein im Mittelalter von Shereen</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=36&#038;cpage=1#comment-8831</link>
		<dc:creator>Shereen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 15:11:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.philotopia.ch/wp/?p=36#comment-8831</guid>
		<description>Hallo an alle, ist ja ein spannender Blog, vielen Dank! Zum Motto Augustins: also wenn ich dran zweifle, ob ich z.B. meinen Job gut mache. Heisst das dann, dass ich einen guten Job mache? Grübl***
Grüße Shereen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo an alle, ist ja ein spannender Blog, vielen Dank! Zum Motto Augustins: also wenn ich dran zweifle, ob ich z.B. meinen Job gut mache. Heisst das dann, dass ich einen guten Job mache? Grübl***<br />
Grüße Shereen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diotima &#8211; eine weise Frau? von Chamcham</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=30&#038;cpage=1#comment-8828</link>
		<dc:creator>Chamcham</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 13:32:53 +0000</pubDate>
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		<description>hallo martin, oha, ein läufer läuft über meinen blog :)) freut mich. ob viel oder wenig. mehr oder weniger. der begriff der weisheit, wie er landläufig gebraucht wird, enthält immer eine gute portion übersicht und weitsicht. die dinge erfahren, sie zu durchlaufen als ergänzende massnahme zum reinen wissen. das halt ich für eine wichtige maxime. nur wer sich bewegt, bleibt in der sphäre des spiels: dem erfahrungsraum. 
gut lauf! gruss chamcham</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo martin, oha, ein läufer läuft über meinen blog <img src='http://www.philotopia.ch/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ) freut mich. ob viel oder wenig. mehr oder weniger. der begriff der weisheit, wie er landläufig gebraucht wird, enthält immer eine gute portion übersicht und weitsicht. die dinge erfahren, sie zu durchlaufen als ergänzende massnahme zum reinen wissen. das halt ich für eine wichtige maxime. nur wer sich bewegt, bleibt in der sphäre des spiels: dem erfahrungsraum.<br />
gut lauf! gruss chamcham</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diotima &#8211; eine weise Frau? von Martin Eberl</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=30&#038;cpage=1#comment-8809</link>
		<dc:creator>Martin Eberl</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 08:43:15 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde Weisheit so beschreiben:

Wissen ist die Umschreibung von etwas wahrgenommenen, dass uns ein Gefühl des Verstehens geben kann und besten Falls zu dem Gefühl der Erkenntnis führt. Weisheit ist Wissen das sich im Regelfall als ein Gefühl der Erkenntnis wiederholen lässt.

Viel mehr, so glaube ich, ist es nicht.

Viele Grüße
Martin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde Weisheit so beschreiben:</p>
<p>Wissen ist die Umschreibung von etwas wahrgenommenen, dass uns ein Gefühl des Verstehens geben kann und besten Falls zu dem Gefühl der Erkenntnis führt. Weisheit ist Wissen das sich im Regelfall als ein Gefühl der Erkenntnis wiederholen lässt.</p>
<p>Viel mehr, so glaube ich, ist es nicht.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Martin</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Quo vadis Europa von Simonius</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=23&#038;cpage=1#comment-8787</link>
		<dc:creator>Simonius</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 16:57:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.philotopia.ch/wp/?p=23#comment-8787</guid>
		<description>Finde den Blog klasse und lese ihn immer wieder gerne, hoffe es folgen noch weitere beitraege
viele gruesse</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Finde den Blog klasse und lese ihn immer wieder gerne, hoffe es folgen noch weitere beitraege<br />
viele gruesse</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ursprungs-Denken von Chamcham</title>
		<link>http://www.philotopia.ch/wp/?p=29&#038;cpage=1#comment-7164</link>
		<dc:creator>Chamcham</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 15:29:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.philotopia.ch/wp/?p=29#comment-7164</guid>
		<description>liebe Monika,

vielen Dank für die wervolle Ergänzung!

Ich versuche mit dem Zitat Plotins, bzw. mit der Lektüre seiner Schriften nachzuvollziehen, an welcher Stelle der Mensch des Abendlands wohl den roten Faden verloren hat. Noch Plotin mahnt seine Schüler nicht zu vergessen, dass alles, was sie über die Götter aussagen würden, ihre Sichtweise sei und diese Sichtweise ihr Sein beeinflussen würde.

Das große Vergessen, das dann eintrat: Eine Sache der chrislichen Dogmatik? Offensichtlich nicht ...

Auch Du erinnerst an die Platonische Geringschätzung der individuellen Sichtweise.

&gt; aus platonischer Sicht wegen der ontologisch begründeten Geringschätzung des Einzelnen (Schatten).

Ja, das ist Platon. Nicht so aber die Sicht Plotins, denn diese ist NICHT geringschätzig. Er entwirft ein Mensch-Gott Verhältnis der Ebenbürtigkeit. Das ist anders und hat die Folge, dass Denken und Handeln - in Einklang mit dem (gleichgearteten) Göttlichen - \&quot;Wert\&quot; schafft. Individuellen Wert, mit dem Abdruck des Menschen, der eben genau diese eine Sichtweise, die ihm zur Verfügung steht, in die Welt stellt.

Jede Religion ist m. E. genau dort menschenverachtend, wo dieses Wechselspiel zwischen der Sicht des Einzelnen und dem Dogma vernachlässigt wird; wo der Mensch nicht eigens diese Ur-Kraft des Göttlichen in sich selbst entdecken darf, sondern an weitere Instanzen verwiesen wird.

Woher der Mensch seinen Wert besitzt, wenn er nicht den Zugang hat zur feinstofflichen Welt der \&quot;höheren\&quot; Erkenntnis? Na, aus dem was ihm liegt. Bin ich froh, dass manche Menschen meinen Computer reparieren können und wissen, wie ein Motorrad funktioniert. Mir fallen da immer die Schraubschlüssel aus der Hand. Echt wertvoll ... :)

gruss chamcham</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>liebe Monika,</p>
<p>vielen Dank für die wervolle Ergänzung!</p>
<p>Ich versuche mit dem Zitat Plotins, bzw. mit der Lektüre seiner Schriften nachzuvollziehen, an welcher Stelle der Mensch des Abendlands wohl den roten Faden verloren hat. Noch Plotin mahnt seine Schüler nicht zu vergessen, dass alles, was sie über die Götter aussagen würden, ihre Sichtweise sei und diese Sichtweise ihr Sein beeinflussen würde.</p>
<p>Das große Vergessen, das dann eintrat: Eine Sache der chrislichen Dogmatik? Offensichtlich nicht &#8230;</p>
<p>Auch Du erinnerst an die Platonische Geringschätzung der individuellen Sichtweise.</p>
<p>> aus platonischer Sicht wegen der ontologisch begründeten Geringschätzung des Einzelnen (Schatten).</p>
<p>Ja, das ist Platon. Nicht so aber die Sicht Plotins, denn diese ist NICHT geringschätzig. Er entwirft ein Mensch-Gott Verhältnis der Ebenbürtigkeit. Das ist anders und hat die Folge, dass Denken und Handeln &#8211; in Einklang mit dem (gleichgearteten) Göttlichen &#8211; \&#8221;Wert\&#8221; schafft. Individuellen Wert, mit dem Abdruck des Menschen, der eben genau diese eine Sichtweise, die ihm zur Verfügung steht, in die Welt stellt.</p>
<p>Jede Religion ist m. E. genau dort menschenverachtend, wo dieses Wechselspiel zwischen der Sicht des Einzelnen und dem Dogma vernachlässigt wird; wo der Mensch nicht eigens diese Ur-Kraft des Göttlichen in sich selbst entdecken darf, sondern an weitere Instanzen verwiesen wird.</p>
<p>Woher der Mensch seinen Wert besitzt, wenn er nicht den Zugang hat zur feinstofflichen Welt der \&#8221;höheren\&#8221; Erkenntnis? Na, aus dem was ihm liegt. Bin ich froh, dass manche Menschen meinen Computer reparieren können und wissen, wie ein Motorrad funktioniert. Mir fallen da immer die Schraubschlüssel aus der Hand. Echt wertvoll &#8230; <img src='http://www.philotopia.ch/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>gruss chamcham</p>
]]></content:encoded>
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